Eggentaler Straße

150-jähriges Jubiläum der Eggentaler Straße

Im Jahr 1860 wurde die Straße durch das Eggental gebaut. Am 09. Oktober 2010 wurde das runde Jubiläum der wichtigen Straße gefeiert. In der Eggentaler Schlucht wurden neben den Teilnehmern der 5. Eggental Classic viele Ehrengäste von den drei Eggentaler Bürgermeistern begrüßt. Dies waren der Bürgermeister aus Karneid, Albin Kofler, aus Deutschnofen, Bernhard Daum und aus Welschnofen, Markus Dejori. Die Böhmische von Karneid hat die Feierlichkeiten musikalisch mitgestaltet. Schon bei der Eröffnung der Eggentaler Straße war die Böhmische von Karneid mit anwesend.

Eröffnung im Jahr 1860

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden die Anfänge der Eggentaler Straße vom Deutschnofener Bürgermeister, Herrn Bernhard Daum erläutert. So mussten die Einwohner vor dem Bau der Straße die alten Verbindungswege über Karneid, Gummer und Steinegg nutzen, um in diese Gemeinden zu kommen. Von Deutschnofen konnte man nur über das Brandental in die Landeshauptstadt Südtirols, nach Bozen, gelangen.

Die damaligen Bergwege, welche die Einwohner damals mühsam zurücklegen mussten, sofern sie ihr Heimatdorf verlassen wollten, können noch heute erkundet werden. Denn der Bergweg über Karneid und Gummer besteht noch heute als enge Straße. Nach Welschnofen gab es vor dem Bau der Straße zum Karerpass und weiter ins Fassatal nur eine einzige Verbindung, welche über schmale Pflasterwege führte.

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts hatten sich die damaligen Einwohner bemüht, die Umwege zu verkürzen. Das Ziel war schließlich der Bau einer Straße, welche entlang der Talsohle des Eggentals verlaufen sollte. Schließlich wurde im Jahr 1959 mit dem Bau der Straße begonnen und konnte nach einer Bauzeit von nur acht Monaten fertiggestellt werden.  Dabei handelte es sich bei dem Bau der Eggentaler Straße um ein technisches Meisterwerk der Straßenführung. Für den Bau der Straße war der Ingenieur Josef Schweigkofler zuständig. Die beteiligten Gemeinden mussten 70.000 Gulden, für die damaligen Verhältnisse eine horrende Summe, berappen.

Mit der Eggentaler Straße wurden die Gemeinden Welschnofen, Deutschnofen und Karneid direkt an Bozen und die Nord-Süd-Hauptverbindungen angeschlossen. Mit der neuen Straße wurde letztendlich eine wichtige Infrastruktur geschaffen, die für die Wirtschaft und die Bürger eine enorme Aufwertung bedeutete.

Die Eggentaler Straße wurde im Jahr 1895 auf Initiative des Bozner und Meraner Alpenvereins bis Vigo di Fassa und bis zum  Jahr 1909 bis Canazei, den Pordoipass, Arraba und Falzaregopass bis Cortina d´Ampezzo weitergeführt. Diese Straßenführung ist noch heute die bekannte „Dolomitenstraße“.

Schwierige Straßenführung

Der Bau der Eggentaler Straße war zu damaligen Verhältnissen ein Meisterwerk der Baukunst. Neben der Straße ragen die Prophyrwände in die Höhe und berühren sich fast stellenweise. Neben der Straßenführung ist der Eggentaler Bach, welcher für die Straße eine Gefahr darstellt. Im Jahr 1966 wurde die Straße durch ein Hochwasser zerstört. Dies war Anlass dafür, dass man die Gefahren durch Tunnelbauten minimierte.

Urlaub im Rosengarten-Latemargebiet

Wer heute seinen Urlaub im Rosengarten-Latemargebiet verbringt, wird sicherlich mehrmals die Eggentaler Straße passieren. Doch hierzu ist nicht das eigene Auto erforderlich. Die Orte Deutschnofen, Welschnofen, Tiers und Steinegg setzen sich nämlich für eine sanfte Urlaubsmobilität ein und ermöglichen den Urlaubern eine Ferienzeit ohne das eigene KFZ. Dies ist auch ein Grund dafür, dass die Ferienorte von „Alpine pearls“ als Alpenperlen anerkannt wurden.

In der Dankesrede im Rahmen der Feierlichkeiten der Eggentaler Straße lobte der Südtiroler Landesrat Thomas Widmann die Gemeinden unter anderem dafür, dass diese sich für den Stundentakt im Eggental massiv einsetzen.

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