Prügelweg

Sperrung von Juni bis Oktober 2011

Wer im Rosengarten-Latemargebiet im Sommer 2011 seinen Urlaub verbringt, wird sicherlich auch einmal die nahe gelegene Seiser Alm besuchen oder auf den Schlern, das Wahrzeichen Südtirols, wandern. Alle, die südwestlich – also am Schlernhang, welcher in Richtung Rosengarten-Latemargebiet zeigt – auf den Schlern steigen möchten, müssen jedoch beachten, dass der Prügelweg in der Zeit von Juni bis Oktober 2011 gesperrt wird.

Der Prügelsteig ist ein beliebter Auf- und Abstiegsweg auf den Schlern und zu den am Schlernplateau befindlichen Schlernhäusern. Beim Prügelweg handelt es sich um einen Weg, welcher teilweise in der Schlucht des Schlernbaches verläuft. Prägend für den Prügelweg sind die Brücken, welche aus Lärchenprügel – daher auch der Name des Weges – gefertigt sind. Der Prügelweg wird teilweise auch Prügelsteig, Knüppelweg oder Knüppelsteig bezeichnet.

Sanierung erforderlich

Im Jahr 1994 wurde der Prügelsteig durch den Schlernbach zerstört. Der Sonderbetrieb für Bodenschutz, Wildbach- und Lawinenverbauung hatte sich damals angenommen, den Prügelweg wieder zu errichten. Doch nun stellte man fest, dass einige Lärchenholzträger die ersten Fäulnisanzeichen aufweisen und daher erneuert werden müssen. In Absprache mit den örtlichen Bauern, Vertretern der Gemeinde Völs am Schlern und Vertretern des Landesamtes für Naturparke und der Landesabteilung Wasserschutzbauten wird einer Pressemitteilung der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol vom 09.05.2011 zufolge der Prügelweg in der Zeit von Juni bis Oktober 2011 saniert. Hierzu muss der Prügelweg aus Sicherheitsgründen vollständig gesperrt werden. Lediglich für den Viehauftrieb und den Viehabtrieb wird der Prügelweg provisorisch geöffnet, da der Weg der einzige Weg ist, über den das Vieh auf bzw. von den Schlernalmen getrieben werden kann.

Im Rahmen der Sanierung werden die fünf Brücken, welche das Kernstück des Prügelsteigs darstellen, erneuert. Die Brücken haben eine Länge zwischen 15 Metern und 100 Metern. Vier Brücken erhalten wieder einen Aufbau in Holz. Als tragende Struktur kommt jedoch Stahl zum Einsatz, an den Stellen an denen die Querträger links und rechts der Schlucht aufliegen, werden Dreieckkonsolen verwendet. Die Gehfläche wird mit scharfkantigen „Lärchenprügeln“ hergestellt, wobei diese mittels Längsbäumen zusammengehalten werden. Eine Brücke, die mittlere und zugleich lange der insgesamt fünf Brücken, wird gepflastert. Damit wird die Brücke wieder so hergestellt, wie sie bis zum Jahr 1994 war. Eine Mauer aus Zyklpensteinen soll den Weg vom Bach schützen.

Für die Sanierungskosten entstehen Kosten in Höhe von 500.000 Euro. Dieser Betrag wird durch die Gemeinde Völs am Schlern und die Landesabteilung Natur und Landschaft aufgebracht. Die Gemeinde Völs stellt außerdem das Lärchenholz zur Verfügung.

Alternativweg

Alternativ zum Prügelweg können Wanderer, die in der Zeit von Juni bis Oktober 2011 auf den Schlern wandern möchten, diesen über den Schäufele Weg erreichen. Allerdings handelt es sich beim Schäufele Weg um einen relativ steilen Weg, welcher nur von absolut trittsicheren Wanderern begangen werden sollte.

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