Weißlahnbad

Ein kleiner Kur- und Sommerfrischort in Südtirol

Weißlahnbad ist ein kleiner Weiler der Gemeinde Tiers und befindet sich damit im Südtiroler Rosengarten-Latemargebiet, einer beliebten Ferienregion. Der Ort liegt auf einer Höhe von etwa 1.200 Metern über dem Meeresspiegel, hat einige Hotels und Pensionen zu bieten und ist vor allem als Ausgangspunkt für Wanderungen in den Naturpark Schlern-Rosengarten äußerst bekannt und populär.

Das Klima, die Ruhe inmitten der nahezu unberührten Natur und auch die traumhafte Aussicht auf das Rosengartengebirge machen den kleinen und schmucken Ort zu einen beliebten Urlaubsziel all jener, die den Alltag für einige Zeit hinter sich lassen möchten. Aber nicht nur aufgrund seiner traumhaften geographischen Lage ist Weißlahnbad als Urlaubsort bekannt. In diesem Ort gibt es schon seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert eine Badeanstalt. Das Quellwasser mit seiner heilenden Wirkung hat den Ort schon vor sehr langer Zeit als Kur- und Sommerfrischort bekannt werden lassen.

Der Weiler Weißlahnbad befindet sich oberhalb der Tierser Fraktion St. Zyprian. Um nach Weißlahnbad zu gelangen, muss man die Abzweigung an der Hauptstraße von St. Zyprian nehmen, an der sich die bekannte St. Zyprian-Kirche befindet.

Das Bad

Wie der Name „Weißlahnbad“ bereits verrät, befindet sich in dem Ort ein Bad, dessen Quellwasser den Ort bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts zu einer Badeanstalt verholfen hat. Damals bestand die Badeanstalt aus einfachen hölzernen Badehäusern. Im Jahr 1811 wurde dann auf Veranlassung des damaligen Bürgermeisters ein richtiges Badehaus erbaut.

Das Wasser des Bades war vor allem für seine heilende Wirkung bei Magenbeschwerden, der Gliederkrankheiten, des Nervensystem und der Schwäche des Unterleibes bekannt. Als Bade- und Trinkkur wurde das Wasser auch bei Störungen der Atemwege, Rheuma, Blutarmut und Stoffwechselerkrankungen eingesetzt.

Während sich im 19. Jahrhundert vor allem Einheimische die heilende Wirkung des Quellwassers zu Nutze machten, kamen im 20. Jahrhundert auch immer mehr ausländische Gäste nach Weißlahn. Heute befindet sich das Bad – teilweise hatte es auch die Gemeinde Tiers übernommen – im Familienbesitz. Das Heilwasser wird in Form von traditionellen Wannenbädern und im Erlebnishallen- und Freischwimmbad angewendet. In den Genuss kommen heute allerdings lediglich die Gäste des Hotels.

Naturparkhaus Schlern

In Weißlahnbad befindet sich das Naturparkhaus Schlern. In der damaligen „Steger Säge“ wurde eine Informationsstelle eingerichtet.

Bei der ehemaligen „Steger Säge“ handelt es sich um eine wasserbetriebene Venezianer Säge. Nachdem das Gebäude saniert und die Steger Säge wieder betriebsfähig gemacht wurde, können diese von Interessierten besichtigt werden.

Die Öffnungszeiten des Naturparkhauses und der Venezianer Säge können vor Ort erfragt werden. Eine Besichtigung, im Rahmen derer auch der Aufbau des Schlernmassivs vermittelt wird, ist sehr empfehlenswert.

Ausgangspunkt für Wanderungen

Nördlich von Weißlahnbad erstreckt sich der Naturpark Schlern-Rosengarten. Der Wanderparkplatz, welcher sich in Weißlahnbad befindet, ist damit ein idealer Ausgangspunkt für unvergessliche Wanderungen.

Der Wanderparkplatz wird vor allem für die Wanderungen zur Tschofon Hütte und zur Völseggspitz genutzt.

Vom Wanderparkplatz aus folgt man in westlicher Richtung den Weg Nr. 4a. Zunächst führt ein nur leicht ansteigender Forstweg zum Wuhnleger. Dies ist ein kleiner Weiher, vom dem sich aus ein herrlicher Blick zu den Vajolet-Türmen und zum Rosengarten bietet. In nördlicher Richtung führt der Weg Nr. 4 bis zu einer Weggabelung. Von hier aus kann man entweder den bequemen Fußweg oder die steilere aber dafür kürzere Forststraße nehmen. Das letzte Wegstück zur Tschafonhütte führt durch einen Latschenwald.

Von der Tschafonhütte kann man über einen Steig mit einer Gehzeit von etwa 20 Minuten die Völseggspitz erreichen. Von dieser bietet sich ein traumhafter Rundumblick. In nördlicher Richtung kann man auf die Gemeinde Völs am Schlern und deren umliegenden Gegend blicken. Das Gipfelkreuz der Völseggspitz befindet sich an der Westseite der 1.834 Meter hohen Erhebung. Vom Gipfelkreuz kann man seine Blicke bis zur Südtiroler Landeshauptstadt Bozen schweifen lassen.

Insgesamt muss man für den Aufstieg zur Tschafon-Hütte und zur Völseggspitz etwa eineinhalb Stunden Gehzeit einplanen. Für den Abstieg benötigt man etwa eine Stunde. Der zu bewältigende Höhenunterschied beträgt etwa 650 Meter.

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