Latemarspitze

Die Latemarspitze – Schenon

Das Latemargebirge ist ein bekannter Dolomitenkamm im Südtiroler Rosengarten-Latemargebiet, welches zugleich der Namensgeber der Ferienregion Rosengarten-Latemar ist. Welcher Südtirol-Urlauber kennt die Bilder nicht, in denen der Karersee abgebildet ist, in dem sich malerisch das Latemargebirge spiegelt? Wer nicht schon einmal selbst vor Ort war und das Latemargebirge bewundert hat, kennt dieses zumindest von den zahlreichen Postkarten und Ansichtskarten, für die das Latemarmassiv gerne verwendet wird.

Über dem Latemargebirge verläuft die Provinzgrenze zwischen Südtirol und dem Trentino. Ein Teil des Latemargebirges ist die Latemarspitze.

Die Latemarspitze (die italienische Bezeichnung lautet „Schenón) ist eine der bekanntesten und bedeutendsten Erhebungen des Latemarmassivs. Der Dolomitengipfel hat eine Höhe von 2.800 Metern über dem Meeresspiegel und befindet sich in östlicher Richtung der Großen Latemarscharte (auf Italienisch: Forcella Latemar Grande). Da sich die Latemarspitze im östlichen Teil des Latemargebirges befindet, wird diese oftmals auch „Östliche Latemarspitze“ genannt. Durch die Große Latemarscharte wird die Latemarspitze von den Latemartürmen getrennt. Zu den Latemartürmen wiederum gehört der Diamantiditurm, welcher die höchste Erhebung des Latemargebirges ist. Im Osten der Latemarspitze erhebt sich der Cornon.

Nördlich der Latemarspitze befindet sich der Karersee. An dieser Seite zeigt sie sich als steil aufragende Felswand. Über eine Höhe von zirka 700 Metern ragen hier die Felswände der Latemarspitze aus den Schutthalden des Geplänk, welche sich oberhalb des Karersees befinden, auf. An der Südseite zeigt sich die Latemarspitze wesentlich flacher. An dieser Seite ist vorwiegend ein Schrofengelände zu sehen, welches sich oberhalb des Valsorda, eines Seitentals des Fleimstals, erstreckt.

Das Gipfelkreuz der Latemarspitze ist vom Tal aus sichtbar. Dieses befindet sich jedoch nicht auf dem eigentlichen Gipfel, sondern leicht nordwestlich am Rande der steilen Nordwände auf einem kleinen Vorgipfel.

Erstbesteigung der Latemarspitze

Die Latemarspitze wurde erstmals von Gustav Euringer, eines aus Augsburg stammenden Alpinisten, zusammen mit dem Bergführer Battista Bernard am 01.09.1884 bestiegen. Gustav Euringer, der der bekannten Euringerspitze im nahegelegenen Südtiroler Schlerngebiet ihren Namen gegeben hat, gilt damit als Erstbesteiger der Latemarspitze. Gustav Euringer hatte am 01.09.1884 die Latemarspitze in der Annahme bezwungen, dass es sich um die höchste Erhebung des Latemargebirges handelt. Erst am Gipfel stellt er fest, dass nicht die Latemarspitze, sondern der Diamantiditurm die höchste Erhebung des Latemargebirges ist, woraufhin er dann ein Jahr später (am 25.07.1885) diesen Gipfel bezwungen hat und auch von diesem als Erstbesteiger gilt.

Die Erstbesteigung der Latemarspitze erfolgte durch Gustav Euringer und Battista Bernard über die Nordwand, also über die steile und schwierige Wand. Aufgrund der Schwierigkeit, den Gipfel über die Nordwand zu erreichen, wurde die Route nur sehr selten von weiteren Bergsteigern genutzt. Die wesentlich leichtere Route über die relativ flache Südflanke setzte sich durch.

Die Besteigung der Latemarspitze

Die meisten, die einen Gipfel des Latemargebirges erklimmen möchten, wählen die Latemarspitze. Dies hat damit zu tun, dass die Latemarspitze der einzige Gipfel des Gebirgskamms ist, welcher durch markierte Wanderwege erschlossen ist.

Die Latemarspitze kann vom Westen über die Große Latemarscharte bestiegen werden. Ausgangspunkt für diese Route ist entweder das Reiterjoch oder Obereggen, der bekannten Feriengemeinde. Vom Osten kann man die Latemarspitze über einen alpinen Steig erreichen. Diese Route hat ihren Ausgangspunkt entweder am Karerpass oder man startet die Tour in der Siedlung Karersee, einer Fraktion der Gemeinde Welschnofen.

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