Welschenofen

Welschnofen – Nova Levante

Welschnofen liegt im Herzen des Rosengarten-Latemargebietes in Südtirol und ist für viele ein Traumziel in den Dolomiten. Geographisch gehört Welschnofen zu der Südtiroler Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern und ist von der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen nur etwa 20 Kilometer entfernt. Doch dadurch, dass Welschnofen im Eggental liegt, hat der Ort mit seinen etwa 1.900 Einwohnern alles andere als einen städtischen Charakter.

Umgeben von grünen Wiesen und mit Blick auf den Rosengarten und den Latemar ist Welschnofen ein beliebter Urlaubsort, der sich – im Sommer wie im Winter – als Ausgangspunkt vieler Freizeitaktivitäten in den Dolomiten anbietet. Das Gemeindegebiet von Welschnofen erstreckt sich über einen Höhenunterschied von 850 Meter bis zu 2.842 Metern über dem Meer. Der Ortskern von Welschnofen liegt auf einer Höhe von etwa 1.200 Metern. Das Gebiet um den Latemar, den Rosengarten und den Karerpass zählt noch zum Gemeindegebiet, das eine Gesamtfläche von knapp 51 Quadratkilometer aufweist.

Die Geschichte von Welschnofen

Welschnofen wurde im Jahr 1142 erstmals urkundlich erwähnt, wobei der Name „Welschnofen“ erstmals 1429 erwähnt wird. Man geht davon aus, dass sich der Ortsname aus „Welsch“ (Welsche waren die ladinisch sprechende Bevölkerung) und „nova“ (das aus dem Romanischen „terra nova“ Neubruch bzw. Rodung bedeutet) zusammensetzt.

Heute ist Welschnofen ein wunderschöner Ort, dessen Häuser im tiroler Stil größtenteils eine Augenweide sind. Es lässt sich nur schwer erahnen, dass die Einwohner von Welschnofen mit einem Minimum an landwirtschaftlichen Erträgen auskommen mussten. Ein schlechter Sommer mit einem geringeren Ertrag reichte schon aus, dass die Welschnofener Not und Hunger erleiden mussten. Hinzu kam noch, dass über mehrere Jahrhunderte das Kloster Neustift der Gutsherr des Welschnofener Gebietes war. Die Bauern waren dazu verpflichtet, an das Kloster Neustift Abgaben zu erbringen, die sie jedoch nicht immer aufgrund der bescheidenen Verhältnisse pünktlich erbringen konnten.

Welschnofen, das einst abgelegene Dorf

Welschnofen war einst ein abgelegenes Dorf, welches aufgrund von fehlenden Straßen auch keine Möglichkeiten hatte, an der wirtschaftlichen Entwicklung Teil zu haben. Erst im Jahr 1860 konnten die Welschnofener erreichen, dass eine Straße durch das Eggental bis nach Bozen gebaut wurde. Mit dieser Straße begann auch der wirtschaftliche Aufschwung. Schon im Jahr 1870 wurde Welschnofen eine eigenständige Gemeinde.

Einen weiteren „Schub“ in der wirtschaftlichen Entwicklung gab der Bau einer weiteren Straße. Theodor Christomannos, ein Alpinist, setzte sich für den Bau einer Straße ein, die Welschnofen mit dem Karerpass verbindet. Diese Straße war der Grundstein dafür, dass der Tourismus mit dem einhergehenden Wohlstand Einzug in Welschnofen hielt.

Der wirtschaftliche Aufschwung Welschnofens kam auch durch die großen Mengen an Holzbeständen. Diese Holzbestände waren zwar schon vor dem Bau der Straße vorhanden, doch die Einwohner konnten diese mangels der notwendigen Infrastruktur nicht verwerten. Übrigens, das Klangholz aus dem Latemarforst wird heute zum Geigenbauen verwendet.

Die Kirche von Welschnofen

Die Welschnofener hatten in der Vergangenheit zur Pfarre Völs am Schlern gehört. Heute ist dies nicht mehr vorstellbar, doch die Einwohner mussten einen Fußmarsch von etwa vier Stunden auf sich nehmen, um zu einem Gottesdienst in Völs zu kommen.

Erstmals wurde im Jahr 1298 in Welschnofen eine Kirche erwähnt. Doch hier fanden noch keine regelmäßigen Gottesdienste statt. Die Kirche von damals – der Heiligen Albuin und dem Heiligen Ingenuin geweiht – existiert allerdings nicht mehr. Die Kirche, die heute im oberen Teil von Welschnofen über den Ort ragt, wurde erst im Jahr 1967 erbaut. Der Kirchturm allerdings, der als Wahrzeichen von Welschnofen gilt, stammt allerdings schon aus dem 18. Jahrhundert.

Welschnofen, der Urlaubsort

Heute können Urlauber aus einer Vielzahl an Unterkünften ihr Urlaubsdomizil in Welschnofen auswählen. Für jeden Geschmack und für jeden Anspruch ist hier etwas dabei. So kann man in Welschnofen einen Urlaub auf dem Bauernhof genauso in Anspruch nehmen, wie in einem gehobenen Hotel.

Die umliegenden Berge mit einem hervorragend ausgebauten Wandernetz lassen Wanderer genauso auf ihre Kosten kommen, wie Kletterer, Mountainbiker und im Winter die Freunde des Skisports.

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